Wir alle kennen unzählige Beispiele für problematische Situationen in der Schule, aus denen klar wird, wie notwendig ein Umdenken ist:
Stichwort Titel Beschreibung
Erziehungswissenschaft, Neurobiologie, Psychologie, Schlafforschung Wie kann lernen gelingen?

„Unser Gehirn lernt immer, es kann gar nicht anders und tut nichts lieber."

Sie müssen es schon ins Koma legen, damit es damit aufhört.

Wenn sie jetzt sagen, der hat ja keine Ahnung, jeden Morgen habe ich dreiĂźig Gegenbeispiele in meiner Schulklasse vor mir, dann muss ich sagen: Na ja, Sie meinen etwas ganz anderes.

Alleinerziehende Mütter Der tragische Tod des dreijährigen Cain und unser Betreuungs- und Bildungssystem

Alleinerziehende Mütter sind in unserer Gesellschaft zu selbstverständlich geworden.

Aus Presseberichten ist zu entnehmen, dass der leibliche Vater seine drei- und sechsjährigen Buben nicht regelmäßig gesehen hat und somit als möglicher Verhinderungsschutz ausgefallen ist.  Selbstverständlich gibt es viele GrĂĽnde, die dazu fĂĽhren, dass Väter oder MĂĽtter ihre Kinder nicht sehen wollen, können oder dĂĽrfen.

Die Selbstverständlichkeit aber, mit der wir im Betreuungs- und Bildungssystem alleinerziehende Mütter zur Kenntnis nehmen, muss hinterfragt werden.

Evidenz, wissenschaftliche Erkenntnisse Daten und wissenschaftliche Erkenntnisse ĂĽber das Bildungswesen

Im nationalen Bildungsbericht werden von Expertinnen und Experten Daten und wissenschaftliche Erkenntnisse über das Bildungswesen aufbereitet, die dann für Politik und Verwaltung als Steuerungswissen dienen sollen. In vielen Ländern sind Bildungsberichte heute wichtige Grundlagen evidenzbasierter bildungspolitischer Entscheidungen

Bildschirm, Mediennutzung Interview: Bildschirmmedien schaden den Kindern

Eltern möchten einfach auf wissenschaftlicher Grundlage Informationen darüber haben, wie Kindergehirne funktionieren, was sie brauchen und was ihren Kindern gut tut. Sie sehen aber, dass beispielsweise im Bildungssystem immer noch "der Ernst des Lebens" das Maß aller Dinge ist. Dass Schule Spaß machen kann, ist an vielen Schulen ein kaum vorstellbarer Gedanke. Dies muss sich ändern. Lernen hängt ganz eng mit Neugier, mit Erfüllung, mit Selbstbestimmung und mit positiven Emotionen zusammen. Das zeigt gerade die neueste Gehirnforschung.

Aufgaben, Bildungssystem Aufgaben des Bildungssystems
  • Die Schaffung einer verlässlichen sozialen Basis bei den jungen Menschen fĂĽr ein demokratisches,
  • solidarisches und friedvolles Zusammenleben aller BĂĽrger/innen.
  • Die Vermittlung nachhaltiger Grund- und Fachkompetenzen an die SchĂĽler/innen, die
  • ausreichend anschlussfähig sind – sowohl fĂĽr die berufliche Ausbildung als auch fĂĽr das
  • lebensbegleitende Lernen.
Angebotsqualität, Ergebnisse, förderliche Umgebung, Orientierung an SchülerInnen, Rahmenbedingungen, Verwaltung, Ziele Unnötige Verwaltung vermeiden

So besteht fĂĽr jene, die fĂĽr das Bildungssystem verantwortlich sind die Notwendigkeit, Ziele
und Angebotsqualität, Nutzung und erreichte Ergebnisse von Unterricht und Erziehung regelmäßig
und sorgfältig beobachten und analysieren zu lassen und sich zu vergewissern,
• ob die jeweils vorgegebenen Rahmenbedingungen für Unterricht und Schule für die bestmögliche
Zielerreichung ausreichend und förderlich sind (Input, Ressourcen),
• wie effektiv die pädagogischen Prozesse in der täglichen Praxis von den Akteur/inn/en gestaltet
werden („wie gut der Unterricht in der Praxis geling

Angebotsqualität, Bildungspolitik, Daten, Information, Kennzahlen, Öffentlichkeit, Qualitätsindikatoren, Schulbehörden, Schulpartner Aufgabe von Bildungsberichten

Bildungsberichte haben die Aufgabe, Bildungspolitik, Schulbehörden, Schulpartner und
die Öffentlichkeit regelmäßig über den Stand und die Entwicklungen im Bildungswesen
zu informieren. Auf der Grundlage von Daten, Kennzahlen und Qualitätsindikatoren wird
versucht, das Bildungswesen als Ganzes zu betrachten.

GĂĽnter Haider & Lorenz Lassnigg, in:  Werner Specht (Hrsg.), Nationaler Bildungsbericht, Ă–sterreich 2009, Band 1: Das Schulsystem im Spiegel von Daten und Indikatoren, Seite 13

Ideologie, Parteipolitik, persönliche Brille, PISA, Störung der Harmonie, subjektive Überzeugungen Bedeutung der PISA-Studien für das österr. Bildungssystem

Ohne Studien vom international vergleichenden PISA-Typ verhindern „blinde Flecken“ oder
subjektive persönliche Überzeugungen die freie Sicht auf den tatsächlichen Zustand des Gesamtsystems.
Diese persönliche Brille ist nicht selten durch ideologische oder parteipolitische
Prädispositionen stark gefärbt. Fakten und objektive Evidenz stören so oft die persönliche
„Harmonie“.

Sonderpädagogische Zentren, Sonderschule Es geht uns alle an

und es sollte uns nachdenklich machen, wenn es in Ă–sterreich möglich ist, dass mehrere Familienmitglieder einer Familie die Sonderpädagogischen Zentren, vormals "Sonderschulen" besuchen.

Bildungsausgaben, Bruttoinlandsprodukt, Europäische Kommission, Europäischer Rat, Lissabonner Schlussfolgerungen, Reichtum Zusätzlicher Reichtum nicht für Bildungsausgaben verwendet

Der Europäische Rat hat sich in den Lissabonner Schlussfolgerungen als Benchmark für
Investitionen in die allgemeine und berufliche Bildung dafür ausgesprochen, dass „die
Humankapitalinvestitionen pro Kopf [...] von Jahr zu Jahr substanziell gesteigert werden“
sollen (Europäische Kommission, 2002, S. 9). Die Bildungsausgaben werden als bedeutende
Investition in die Zukunft gesehen und die Bedeutung der Qualifikationen der BĂĽrgerinnen
und Bürger für die wirtschaftliche Entwicklung hervorgehoben. Die „BIP-Ausgaben für
Humanressourcen“ dienen als Kennzahl in diesem Bereich.