Unnötige Verwaltung vermeiden

So besteht fĂĽr jene, die fĂĽr das Bildungssystem verantwortlich sind die Notwendigkeit, Ziele
und Angebotsqualität, Nutzung und erreichte Ergebnisse von Unterricht und Erziehung regelmäßig
und sorgfältig beobachten und analysieren zu lassen und sich zu vergewissern,
• ob die jeweils vorgegebenen Rahmenbedingungen für Unterricht und Schule für die bestmögliche
Zielerreichung ausreichend und förderlich sind (Input, Ressourcen),
• wie effektiv die pädagogischen Prozesse in der täglichen Praxis von den Akteur/inn/en gestaltet
werden („wie gut der Unterricht in der Praxis gelingt“),
• ob sich diese Prozesse konsequent an dem/der Schüler/in orientieren, und Lernen in
einem positiven sozialen Klima und einer konstruktiven, belastungsarmen Atmosphäre
stattfindet (an guten Schulen, in förderlicher Umgebung),
• in welchem Ausmaß das bestehende System seine eigenen, festgelegten Ziele (absolute
Lernergebnisse, Kompetenzen, Standards) auch tatsächlich erreicht,
• in welcher Relation die nationalen Ergebnisse mit internationalen Benchmarks stehen –
niemand kann ignorieren, dass auch im Bereich der Bildungsergebnisse inzwischen ein
globaler Wettbewerb im Gange ist, und
• wie das Verhältnis des Ergebnisses zu den aufgewendeten Mitteln insgesamt ist: Die pädagogische
Effektivität des Systems ist vorrangig – die Kosten bzw. die Wirtschaftlichkeit sind
aber keine vernachlässigbaren Größen, gerade in Zeiten der wirtschaftlichen Rezession.
Die eingesetzten Mittel sollen vor allem unterrichtswirksam werden und nicht in einer
unnötigen Verwaltung vergeudet werden.

GĂĽnter Haider & Lorenz Lassnigg, in:  Werner Specht (Hrsg.), Nationaler Bildungsbericht, Ă–sterreich 2009, Band 1: Das Schulsystem im Spiegel von Daten und Indikatoren, Seite 10

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GĂĽnter Haider & Lorenz Lassnigg
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