Über uns

Wir sind eine kleine Gruppe von Frauen und Männern, die das bestehende Schulsystem mit Kraft und Ausdauer von unten zu einer grundlegenden Veränderung pushen/bringen will. Wir haben alle reichlich eigene Schulerfahrungen, wir haben viele Betreuungs- und Schulsituationen mit unserem Kindern durchgestanden. Viele von uns sind sozialwissenschaftlich ausgebildet, jahrelang als Elternverteterinnen tätig gewesen und/oder haben im Bildungsforum des Landes mitgearbeitet. Uns alle verbindet das Bedürfnis, vom Reden über Bildung, wie sie sein könnte, ins Handeln zu kommen, damit Bildungsziele endlich erreicht werden können.

Wir sind eine überparteiliche und unabhänige Initiative von Eltern, die nicht länger zuschauen können, wie Bildungschancen parteipolitischen Interessen geopfert werden.

Wir wollen gemeinsam mit vielen anderen Initiativen Druck aufbauen, damit  Schule endlich nach den Erkenntnissen der Bildungswissenschaft organisiert wird und die vorschulische Betreuung den notwendigen Stellenwert bekommt.

Wir fordern eine gemeinsame Schule für alle Kinder bis zur Beendigung der Schulpflicht. Schule muss die vielseitigen Stärken der Kinder entwickeln, Kinderbetreuung für die Kleineren schafft gute Voraussetzungen dafür.

Bildung geht allem voran. Sie ist das Fundament für ein selbstbestimmtes, erfolgreiches Leben. Gleichzeitig ist Bildung die Basis einer gelingenden Gesellschaft. Investitionen in ein hochqualitatives Bildungssystem sind deshalb nicht nur notwendig sondern auch wirtschaftlich gerechtfertigt, da sie auf mittel- und langfristige Sicht Kosten sparen und Ressourcen vervielfachen. Eine gemeinsame Schule aller Kinder, die als Lehr- und Lernort für alle Beteiligten funktioniert, erfordert ein anderes Menschenbild, als das derzeit vorherrschende. Alle Menschen können Lernen, doch ihre Wege sind unterschiedlich, es kann also keine ideale Lernmethode geben. Darauf muss jede Schule reagieren, indem sie eine Vielfalt an Methoden praktiziert. Kinder, die in die Schule kommen, sind keine unbeschriebenen Blätter. Sie bringen ihren Rucksack an Lebenserfahrungen in die Schule mit. Die Weiterentwicklung von Stärken und Kompetenzen in der Schule, kann daher nur gelingen, wenn die Kinderbetreuung in den Jahren davor einen ebenso hohen Stellenwert hat. Je jünger die Kinder, desto höher die Verantwortung und umso wichtiger die Qualifikation der Pädagog/innen. Wir fordern daher eine gleichwertige akademische Ausbildung und Entlohnung aller Pädagog/innen. Die statistisch vorherrschende 1,3-Kind-Familie in ihrer 2,5-Zimmerwohnung bedarf einer Ergänzung und Entlastung durch anregende und aktivierende Lernumfelder.